Lebe einen Traum

 

Von Anja Schmidt

 

Vor ca. 2 Jahren erzählte mir meine Freundin Alex von Riders Way Out. Sie hatte bei Mone einige Reitstunden genommen und fühlte sich dort sehr wohl. Ich besuchte daraufhin die Webseite und war sofort Feuer und Flamme. Mir gefielen besonders das Konzept der kooperativen Reitweise und der respektvolle Umgang mit den Pferden.

 

Mein letztes Reiterlebnis lag schon einige Jahre zurück. Das war im Urlaub auf Mallorca und ich kann mich noch sehr gut an den anschließenden Muskelkater erinnern. Als Kind war ich für kurze Zeit fast täglich auf einem Ponyhof und habe dort ausgeholfen: Pferde putzen, Ställe sauber machen etc. Dafür durfte ich ab und zu im Gelände reiten. Das war für mich das Größte überhaupt. Leider hatte ich einen Reitunfall, bei dem ich mir einen ziemlich komplizierten Bruch an der Schulter holte. Und dann war es erstmal vorbei mit Reiten. Ich habe in den darauf folgenden Jahren immer wieder mal davon geträumt zu reiten, hatte aber nicht die richtige Gelegenheit wieder gefunden.

 

Aber die kooperative Reitweise, die wollte ich unbedingt kennen lernen. Mir gefiel vor allem, dass Riders Way Out Ausritte anbietet, denn ich wollte nicht ständig im Kreis reiten. Also rief ich bei Mone an und vereinbarte meine erste Reitstunde. Total aufgeregt und voller Vorfreude fuhr ich an einem Herbsttag nach Frohnrath zur Longestunde mit Dustin, den ich übrigens immer noch sehr gerne auf dem Platz reite. Ich musste erstmal Gymnastik auf Dustin machen, meine Zehenspitzen berühren, rückwärts auf dem Pferd sitzen, die Arme hoch und drehen etc. Puh, war das anstrengend, aber ich habe, glaube ich, die ganze Zeit gegrinst. War ich glücklich, wieder auf einem Pferd zu sitzen.

 

Nach ein paar Longestunden ging es auch schon ab ins Gelände. Serona habe ich bei meiner Premiere draußen geritten. Sie ist ein absolut tolles Verlasspferd. Nach einer Weile fragte Mone mich, ob ich auch mal ein anderes Pferd ausprobieren möchte. Und so ritt ich Joy, eine töltende Traberstute. Von Anfang an habe ich mich sehr wohl auf ihr gefühlt. Und da hatte ich „mein“ Pferd gefunden.

 

Anfang dieses Jahres fragte Mone mich, ob ich Joy nicht kaufen möchte. Ich überlegte ziemlich lange. Schließlich ist das auch immer eine Geldfrage und die Entfernung - von Aachen aus braucht man ca. eine Stunde. Aber die Aussicht, ein eigenes Pferd zu haben. Mensch, das hatte ich doch als Kind schon immer geträumt. Ich beriet mich mit meinem Freund und traf die Entscheidung, Joy zu kaufen.

 

 

Bislang habe ich das noch keine Sekunde bereut. Wir müssen beide noch viel lernen. Ich habe nicht die jahrelange Erfahrung, die Mone hat, aber ich bemühe mich, eine möglichst gute Partnerschaft mit Joy aufzubauen. Mone unterstützt mich mit Tipps für ein gutes Beziehungstraining und ist immer da, wenn ich Fragen habe oder ein Problem lösen möchte.

 

 

Vieles kann man auch in Büchern nachlesen. (z.B. Horse follow closely von Gawani Pony Boy oder Be strict von Michael Geitner). Und schließlich ist „learning by doing“ immer noch eine sehr gute Methode. Wir haben dieses Jahr bei der Jux-Ralley in Weyer mitgemacht. Dies war eine super Erfahrung für uns beide. Unser gegenseitiges Vertrauen hat sich weiter entwickelt.. Auch der Workshop mit Janice Terra, der Pferdeflüsterin aus Texas, hat mir weitergeholfen.

 

Ich freue mich schon auf das nächste Mal, wenn ich mit Joy ins Gelände reite. Vielleicht treffe ich ja einen von Euch dabei.