Tipps für Kids
Kinder brauchen Schutz
Eltern machen sich immer Sorgen, wie sie ihre Kinder vor sexuellem Missbrauch und Gewalt schützen können. In Schulen und Vereinen wird das Thema meist erst dann aufgegriffen wenn schon was im Umfeld passiert ist. Aber das nutz dem Opfer dann wenig. Darum ist es wichtig, generell sich über dieses Thema Gedanken zu machen.
Die Meisten sehen die Gefahr dabei "von Außen", das heißt von Fremden ausgehend. Fremde die die Kids auf der Straße ansprechen und im Auto mitnehmen wollen.... Doch oft liegt die Gefahr direkt im sozialen Umfeld. Freunde oder gar Familienangehörige.
Wichtig ist das Kinder Gefahren erkennen, und eine Vorstellung davon haben wenn Grenzen überschritten werden. Sie müssen das Selbstbewusstsein aufbringen STOPP sagen zu können.
Grundsätzlich sollten Kinder:
üben, eine Person oder ein Fahrzeug zu beschreiben, (Alter, Größe, Aussehen, Kleidung, Kennzeichen, Fahrzeugmarke, Farbe, usw.)
wissen, das sie mit ihren Eltern und Lehrern über alles sprechen können!
die Notrufnummer der Polizei kennen - 110
wenigstens 1-2 Anschriften und Erreichbarkeiten von Familienmitgliedern kennen
bei Gefahr laut und deutlich reden und sich trauen andere Passanten um Hilfe zu bitten
üben "NEIN - das will ich nicht!" zu sagen
fremde Personen immer mit "SIE" anreden, damit Distanz signalisiert wird!
den Eltern sagen, wohin sie gehen und wann sie nach Hause kommen (das gilt auch für Eltern gegenüber den Kindern)
vereinbarte Rückkehrzeiten einhalten!
Tipps für Kinder auf dem Schulweg:
Aufeinander aufpassen und sich auch für den Klassenkameraden verantwortlich fühlen.
Verdächtige Personen dem/der nächsten Lehrer/Lehrerin sofort melden.
Fremde merken (Personenbeschreibung)
Nicht zu Fremden ins Auto einsteigen, auch wenn angeblich ein naher Angehöriger im Krankenhaus liegt oder der Fremde sagt, er sei von den Eltern beauftragt worden!
Die Kinder sollten wissen, das die Eltern nie einen Fremden beauftragen würden, um sie von der Schule abzuholen (Kommunikation Eltern-Kind)
Sog. "Sicherheitsinseln" auf dem Schulweg einbauen! (d.h. wissen, wo man sich im Notfall Hilfe holen kann, z.B. Geschäfte)
Fremden Menschen niemals die eigene Adresse sagen! Adressaufkleber niemals sichtbar am Schulranzen tragen! (So kann ein Fremder das Kind nicht mit Namen ansprechen und dadurch sein Vertrauen gewinnen)
Schulbereich während des Unterrichts nicht verlassen
In Notfall- und Gefahrensituationen laut sein und weglaufen
Deutlich "NEIN" sagen
Öffentlichkeit herstellen durch Schreien, Mitschüler/Lehrer/Lehrerinnen aufsuchen
Fluchtregel der 3 L = Licht-Lärm-Leute
Sofort nach dem Vorfall Meldung beim Lehrer/Lehrerin oder im Sekretariat machen
Tipps für Eltern, Lehrer/Lehrerinnen:
Aufmerksam sein gegen über Fremden in der Schule
Fremde konkret ansprechen
Personenbeschreibung von Fremden merken und aufschreiben
Personenbeschreibung selbst und mit den Schülern üben
Auch scheinbar Belangloses dem Rektorat melden
Informationsaustausch in der Schule optimieren; Polizei einschalten
Alle Meldungen von Schülern aller Jahrgangsstufen ernst nehmen und diesen nachgehen
Gefährdungssituationen im Unterreicht / zu Hause altersgerecht thematisieren und wiederholt üben (z.B. Schule, Schulweg)
Einfache Verhaltenstipps geben (sensibilisieren, aber nicht verängstigen)
Fachdienste hinzuziehen und sich beraten lasen (z.B. Polizei, Jugendamt)
Selbstvertrauen der Schüler stärken, Handlungskompetenzen schaffen
Regelmäßige Kontrollgänge in der Schule durch Schulpersonal durchführen (z.B. Toiletten, Pausenhof, Garderoben, Aula)
Eingangsbereich sichern
Pförtner
Zutrittsmöglichkeiten auf ein Minimum reduzieren
Legitimationen prüfen (Berechtigungsschein, Schülerausweis)
Berechtigtes Fernbleiben vom Unterricht vor Unterrichtsbeginn rechtzeitig der Schule mitteilen (z.B. Krankheitsdauer präzise angeben)
Nachforschungen seitens der Lehrkraft bei Fernbleiben eines Schülers
Tipps für Kinder zuhause:
Nicht die Wohnungstüre öffnen, wenn sie alleine sind
Nicht zu erkennen geben, das die Eltern nicht zuhause sind.
Bei fremden Telefonanrufen niemals Auskünfte über Personen der Familie geben (Anrufer soll Nummer hinterlassen, es wird zurück gerufen)
Gerade heutige Eltern kennen diese Gefahren zum Teil nicht, weil Sie sie aus ihrer eigenen Kindheit nicht kennen und sich auch mit dem Medium Internet nicht wirklich beschäftigt haben. Die Kinder aber dafür um so intensiver.
Mein Rat an die Kids: Tut nichts von dem Eure Eltern nichts wissen. Ihr erkennt die Gefahren nicht, weil dies in Eurem Alter einfach noch nicht möglich ist.
Folgendes ist wichtig:
1. Niemals bei der Registrierung den echten Namen angeben. Benutzt ruhig Phantasienamen aus Comics oder sonstiges.
2. Auch wenn Ihr euch gut mit jemandem im Chat versteht, gebt niemals Telefonnummer oder Adresse raus. Solltet Ihr das doch mal tun wollen, dann nur im Beisein der Eltern, nachdem sie sich angesehen haben was Euer Chatpartner so schreibt. Dazu gehört auch das Ihr Euch mit Freunden nicht in Chats oder Foren verabredet, so das jeder lesen kann zu welcher Uhrzeit Ihr an welchem Ort seid!!!
3. Solltet Ihr Euch doch mal mit jemanden Treffen wollen, dann nur in Begleitung der Eltern. Nehmt auf jeden Fall die Eltern mit. Niemals alleine mit einem Fremden treffen!!!!
4. Wenn Euch etwas versprochen wird wie Spiele oder Geschenke, sagt Euren Eltern bescheid. Es könnte jemand sein der Euch locken will.
5. Wenn Ihr einen neuen Chat oder ein Forum gefunden habt, oder Euch empfohlen wurde, fragt erst Eure Eltern ob ihr dort chatten dürft.
Tipps für Eltern:
Auf zahlreichen Internetseiten finden sich Darstellungen von Gewalt und Pornografie oder Texte mit rassistischen oder auf andere Weise aufhetzenden Inhalten.
Chatrooms können dazu missbraucht werden, sexuelle Kontakte zu Minderjährigen aufzubauen oder Drogen zu verkaufen. Daneben gibt es aber auch Foren, in denen beispielsweise rassistische Aktionen vorbereitet oder die möglichen Arten der Durchführung eines Selbstmords diskutiert werden.
Spiele mit gewalttätigem, pornografischem, rassistischem oder in sonstiger Weise bedenklichen Inhalten sind leider weit verbreitet. Besonders gefährlich sind die so genannten Ego-Shooter , in denen der Spieler in eine menschliche oder zumindest einem Menschen ähnliche Figur schlüpft und aus deren Perspektive brutale Aktionen (wie etwa Schussgefechte) erlebt und gestaltet.
Massenweise versandte E-Mail-Nachrichten enthalten oft auch für Kinder ungeeignete Botschaften. Auf Spam-Nachrichten sollte nicht geantwortet werden, da jede Reaktion die Mail-Adresse für den Versender wertvoller macht – denn er kann dann sicher sein, dass seine Nachricht angekommen ist. Eine auf diese Art "geprüfte" Adresse kann dann weiterverkauft werden und man erhält noch mehr Spam-Mails.
Durch das Öffnen infizierter E-Mails oder anderer elektronischer Nachrichten, aber auch alleine durch den Besuch von Webseiten können Computer mit bösartigen Programmen wie Viren , Würmern oder Trojanischen Pferden infiziert werden.
Die drahtlose Übermittlung von Daten zwischen Mobiltelefonen über Bluetooth birgt nicht nur die Gefahr von unbefugten Zugriffen oder der Infektion mit Viren oder Würmern. Sie werden auch etwa dazu genutzt, um brutale Videosequenzen, etwa auf dem Schulhof, zwischen Handys zu übertragen.
Beim Herunterladen beispielsweise von Handy-Klingeltönen oder Musikdateien können überraschend hohe Kosten entstehen.
Der Einsatz von Dialerprogrammen wurde in Deutschland Mitte 2005 gesetzlich streng reglementiert. Die Anbieter dubioser Internetservices bieten seither verstärkt die Möglichkeit an, über Handy-SMS-Nachrichten zu bezahlen – allerdings oft zu überteuerten Tarifen. Weitere Informationen zu Kostenfallen.
Unseriöse Werbefirmen versuchen Kinder – denen der Begriff "Werbung" noch fremd ist – durch verschleierte Botschaften zu beeinflussen.
Viele gefährliche Viren und Würmer wurden von Jugendlichen programmiert, die sich der Konsequenzen wie Millionenschäden oder Strafverfolgung nicht bewusst waren. Auch das Hacken und Ausspionieren fremder Systeme oder das War-Driving .
Klärt Euer Kind darüber auf,
Gegen Kinderpornografie
Kinder brauchen Schutz
Eines muss deutlich werden: Das Internet ist kein rechtsfreier
Raum. Jeder Fall ist ein Fall zu viel!
Jeder kinderpornografischen Darstellung geht ein Fall des sexuellen Missbrauchs
mit oftmals unsagbaren seelischen und körperlichen Verletzungen eines Kindes
voraus. Die Veröffentlichung dieser schrecklichen Bilder über das Internet
verstärkt das Leid der Opfer und animiert Tatgeneigte zu weiteren Handlungen.
Sind diese Bilder erst einmal im Internet eingestellt, kann deren Verbreitung
nicht mehr kontrolliert werden. Die kinderpornografischen Bilder gehen
millionenfach um die Welt, und das Opfer kann so ein Leben lang mit dem
Missbrauch konfrontiert werden. Neben dem missbrauchten Kind sind auch die
jungen Internetnutzer in Gefahr. So werden beispielsweise Kinder, die im
Internet mit kinderpornografischen Bildern in Kontakt kommen, in ihren
Empfindungen und Gefühlen negativ beeinträchtigt. Nach einer Studie der
Europäischen Kommission sind ein Viertel aller Kinder im Alter von acht bis
siebzehn Jahren, die das Internet nutzen, dort bereits auf pornografisches
Material gestoßen.
Kinderpornografie steht mittlerweile an erster Stelle der kriminellen Angebote
im Internet. 60 Prozent der Seiten, die von der Zentralstelle für Recherchen in
Datennetzen (ZaRD) des Bundeskriminalamtes im Jahr 2003 überprüft wurden, hatten
kinderpornografische Inhalte zum Gegenstand.
Ein Grund für die enorme Zunahme von Kinderpornografie im Internet sieht die
Polizeiliche Kriminalprävention auch darin, dass Kinderpornografie im Internet
anonym über einschlägige Newsgroups oder IRC-Channels getauscht werden kann bzw.
über spezielle kostenpflichtige Zugänge erreichbar ist. Die Angebote sind
problemlos von jedem PC oder Notebook mit Internetzugang abrufbar. Damit wird
das Internet auch zum Tummelplatz von Personen mit pädophilen Neigungen, die im
Schutz der scheinbaren Anonymität des Internets ihre abscheulichen Taten
verüben.
Besorgniserregend ist zudem die seit geraumer Zeit zu beobachtende zunehmende
Kommerzialisierung. Die UNO schätzt, dass Verbrecherringe mit Kinderprostitution
und Kinderpornografie weltweit jedes Jahr rund fünf Milliarden US-Dollar
umsetzen. Die sexuelle Ausbeutung von Kindern ist damit ähnlich lukrativ wie
Waffen- und Drogenhandel.
Mit der Einführung von MMS und UMTS eröffnen sich den Tätern neue Möglichkeiten
für den Austausch von kinderpornografischem Material. Pädokriminelle Täter
nutzen diese neuen Technologien bereits für das Versenden von Kinderpornografie.
In Bochum wurde einem 30-Jährigen ein Bild per MMS zugesandt, das eindeutig
kinderpornografischen Inhalts war. Der Kontakt kam über einen SMS-Chat, der von
einem Fernsehsender angeboten wird, zustande. Der Versender übermittelte die
Bilder in der Hoffnung, im Tausch weiteres kinderpornografisches Material zu
erhalten. Der Empfänger handelte richtig und meldete den Vorfall sofort bei der
Polizei, so dass der Täter festgestellt werden konnte.
Diesem aufgezeigten Trend wirkungsvoll entgegenzuwirken ist Ziel der Initiative
von Polizei und Providern. Es gilt, den Tätern die Plattform ihres Handelns zu
nehmen und ihre kriminellen Machenschaften offenzulegen. Das neue Angebot im
Internet-Auftritt unter
www.polizei-beratung.de/aktionen/kinderpornografie klärt die
Internet-Nutzer umfassend über das Phänomen Kinderpornografie auf und
informiert, welche Schritte zu unternehmen sind, wenn man mit entsprechenden
Inhalten konfrontiert wird. „Hinsehen und Handeln statt Wegschauen und
Ignorieren“, so der Appell.
Eltern erhalten außerdem wertvolle Tipps und Verhaltenshinweise, wie sie ihre
Kinder vor diesen Gefahren des Internets schützen können.
Gerade die bei Kindern sehr beliebten Chaträume werden verstärkt von
Pädokriminellen genutzt, um mit möglichen Opfern ins Gespräch zu kommen. Sie
versuchen, das Interesse des Kindes zu wecken, um nach dem virtuellen Kontakt
ein tatsächliches Treffen zu arrangieren, in dessen Verlauf es zu sexuellen
Übergriffen kommen kann.
Folgende Anzeichen können auf eine Gefahrensituation hinweisen:
· Euer Kind erhält E-Mails, Geschenke oder Päckchen von Fremden.
· Euer Kind trifft sich mit Personen, die es im Internet kennen gelernt hat.
· Euer Kind schaltet den Computer aus oder wechselt das Programm - immer dann,
wenn Sie ins Zimmer kommen.
„Vorbeugung ist daher das A und O zum Schutz der Kinder vor diesen neuartigen
Gefahren“.
Mit der Nutzung von so genannten Filterprogrammen können Eltern verhindern, dass
ihre Kinder entsprechende Seiten aufrufen und ersparen so ihren Kindern den
abscheulichen Anblick. Dabei ist zu beachten, dass Filtersoftware alleine keinen
effektiven Schutz vor möglichen Gefahrenquellen aus dem Internet darstellen
kann, sie ist vielmehr als sinnvolle Ergänzung zu sehen.
Viel wichtiger ist es, den Kindern schon frühzeitig den verantwortungsvollen
Umgang mit dem Internet zu vermitteln, sie kompetent zu begleiten und zu
unterstützen.
Einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Kinderpornografie im
Internet können die Provider leisten. Sobald die an der Aktion beteiligten
Provider Kenntnis von kinderpornografischen Inhalten auf ihren Servern erlangen,
werden die entsprechenden Seiten sofort gesperrt und eine Strafanzeige bei der
Polizei erstattet. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag, um die scheinbare
Anonymität und die vermeintliche Risikolosigkeit des Tatorts Internet
aufzubrechen.
Unter
www.polizei-beratung.de/rathilfe/opferinfo richtet sich die
Polizeiliche Kriminalprävention auch gezielt an die Opfer, die aus Angst oder
Scham keine Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Dieses Informationsangebot zum
Opferschutz soll die Schwellenangst nehmen, Anzeige zu erstatten. Denn ohne
Anzeige kann häufig keine Strafverfolgung stattfinden - in diesem Fall bleibt
die Tat meist ungesühnt. Insofern beinhaltet wirksamer Opferschutz auch die
konsequente Strafverfolgung, die dazu beiträgt, dass Gewalttäter ihre gerechte
Strafe erhalten.